Büro für Bodenschutz und ökologische Agrarkultur
 
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Ökologische Agrarkultur


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RegionalentwicklungBodenstruktur



BODENSCHUTZ

Erosion 
 


Bodenschutzangebot
Unser Bodenschutzangebot als Faltblatt




  Analyse
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Bodendegradation






STICHWORTREGISTER


Klimawandel und Bodenschutz

CO2-Bindung in Böden

Erosion

Bodenverdichtung

Hochwasser

Gewässerqualität

Organische Substanz

Bodenleben

Humusversorgung

Bodenfunktionen

Bodenschutzgesetz


"Gute landwirtschaftliche Praxis"

Bodenindikatoren

Nachwachsende Rohstoffe und Bodenschutz

Biogas

Regenwürmer

Bodenbearbeitung

Zwischenfruchtbau


Qualitative Bodenanalyse

Terra Preta





Vorliegende Klimaprognosen machen deutlich, daß es in Mitteleuropa in den kommenden Jahren vermehrt zu Stürmen und heftigen Regengüssen sowie zu länger anhaltenden unverhofften Dürren kommen wird. Einerseits sind Überschwemmungen zu erwarten, andererseits ist mit knapper werdendem Grund- und Trinkwasservorräten zu rechnen. Wenn nichts getan wird, sind Sicherheit und Qualität der Ernten unter Umständen in dramatischer Weise gefährdet
> Literatur.

Sowohl die Wasseraufnahmekapazität der Böden bei Starkregenereignissen ist im Hinblick auf Erosion und Hochwassergefahr zu verbessern, als auch die Wasserfilter- und -speicherkapazität in Dürrezeiten - für Pflanzenproduktion und Trinkwasserbereitstellung. Schon in den Jahren 2003 und 2006 machten viele Praktiker die Erfahrung, daß gut strukturierte Böden mit ausreichendem Humusgehalt für jedes der hier genannten Extreme besser gewappnet sind.
> Literatur


Es werden hohe Investitionen in Klimaschutz, Hochwasserschutz, Erosionsschutz, und eine aufwendige Wasseraufbereitung getätigt.
Viel wichtiger wäre es aber zur Zukunftssicherung und besonders im Hinblick auf den Klimawandel, den Humusgehalt der Böden zu erhöhen und damit die verminderte Wasseraufnahme-, Speicher- und Filterfähigkeit - also die gestörten Bodenfunktionen - unserer land- und forstwirtschaftlich genutzten Böden zu behandeln.
> Literatur

Ein sinnvolles Humusmanagement beinhaltet darüber hinaus eine Erhöhung der CO2-Bindung in unseren Böden. Die Erhöhung des Humusgehaltes eines Bodens um 1 % entspricht der Festlegung von etwa 70t pro Hektar CO2 (nach Berechnungen der TU Freising).
> Literatur
s. auch Netzwerk Klima-Management-Chiemgau

Die Produktion eigener Dünge- und Futtermittel über die N-Fixierung von Leguminosen sowie die Verminderung des Kraftstoffbedarfs bei der Bodenbearbeitung (bzw. des Bedarfs an Grundbodenbearbeitung überhaupt) durch die Nutzung der Wurzellockerung mit Zwischenfruchtgemengen beinhalten ebenfalls ein großes Energiesparpotential.
Zusätzlich verbessern diese Maßnahmen noch Humusgehalt, Bodenstruktur, Nährstoffaustauschkapazität, Wasserhaushalt und Artenvielfalt im landwirtschaftlichen System . Mit der Vollweide (von März bis November) als System kann ebenfalls erheblich Energie für Futterbereitstellung und Düngung gespart werden. In diesem Zusammenhang ist es noch immer eine offene Frage, ob in der Landwirtschaft mit flächendeckendem ökologischem Landbau (durchschnittlich 60% weniger Energieverbrauch bei höherer Humusreproduktion ) nicht eventuell mehr Energie/CO2 eingespart werden könnte, als mit Biogasanlagen etc. erzeugt werden kann. Forschungen des Rodale Institutes zeigen, daß ökologisch bewirtschaftete Böden bis zu 30 % mehr CO2 binden können als konventionell bewirtschaftete. Die TU Freising kommt zu ähnlichen Ergebnissen.
Can organic farming fight climate change? Research from the Rodale Institute shows that sustainably-farmed soil absorbs 30% more carbon than conventional agriculture, and switching our farmland to organic would cut greenhouse emissions by 10% in the US (20% in Canada and most of the rest of the world). For a concise explanation of how organic farming could be a major tool in the fight against climate change check out the 10 minute online video "SOIL: The Secret Solution to Global Warming," featuring Canadian farmer Percy Schmeiser.

> Video Rodale Institute



Unsere Böden müssen mit zunehmender Technisierung immer höheren Druckbelastungen stand halten. Das Befahren mit immer schwereren Ackergeräten verdichtet den Boden. Die starke Orientierung an marktwirtschaftlichen Terminen führt außerdem dazu, dass der Acker auch unter ungünstigen Gefügebedingungen befahren wird.


Die Ursachen für die zunehmende Bodenverdichtung landwirtschaftlich genutzter Flächen liegen aber nicht nur im technischen Bereich. In vielen Fällen ist ein stark reduziertes Bodenleben (v.a. Mikrobiologie) oder der Mangel an organischer Substanz der Grund für die geringe Fähigkeit des Bodens, nach der mechanischen Lockerung ein ausgeglichenes Porensystem aufrechterhalten zu können.
Als Folge sind die ökologischen Bodenfunktionen Lebensraum-, Regelungs- und Produktionsfunktion heute stark gestört.
> Literatur


Dem Bodenschutz - integriert in eine nachhaltig umweltverträgliche Landwirtschaft - muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
> Literatur

Für die effektive Praktizierung einer "guten landwirtschaftlichen Praxis" im Bodenmanagement müssen wir aber den Zustand der Bodenfunktionen kennen. Das geht laut Standpunktpapier des BMVEL (2001) am besten mit einer Gefügeuntersuchung. Wir müssen wissen, wie wir die Bodenqualität in der Praxis nachhaltig positiv unterstützen können als Voraussetzung für die Erhaltung der Bodenfunktionen und eine nachhaltig produktive Landwirtschaft.
> Literatur


Bodenindikatoren sollen vor allem dazu dienen, die Nachhaltigkeit des Umgangs mit der Ressource Boden zu analysieren und zu bewerten. Im Zuge der Diskussion darüber zeigt sich immer wieder, dass die Definitionen und Auffassungen verschiedener Fachdisziplinen hinsichtlich der Bodenindikatoren vielfältig und unterschiedlich sind. Je nach Zielwert der Untersuchung sind unterschiedliche Indikatoren auch notwendig. Hauptaugenmerk im Hinblick auf die Symptome der Bodenzerstörung wie Erosion, Hochwasser, Verdichtung, Gefährdung der Grund- und Oberflächengewässerqualität, sollte auf dem Zustand des Bodengefüges liegen.
Wasserhaushalt, Humusgehalt, Organismentätigkeit und -vielfalt stehen mit ihm in komplexer Wechselbeziehung - und damit die Grund- und Oberflächengewässerqualität, die Hochwassergefährdung, die Erosionsgefährdung, die Befahrbarkeit sowie die Pflanzenernährung und Ertragsbildung.
> Literatur

Ist die Humusversorgung ausreichend?
Diese Frage steht gerade seit der Zunahme des Biomasseanbaus für die Biogas- und Treibstoffnutzung immer mehr zur Diskussion.
> Literatur (s. auch unser Themenmodul "Bio"- Energie?).
Beim Anbau von Mais oder Raps in engen Fruchtfolgen zur Biogasgewinnung oder Biodiesel-Produktion ist mit einem Nachlassen der Humusproduktion zu rechnen.
> Literatur

Darüber hinaus kann ein energieintensiver Anbau von Energiepflanzen das Klimaproblem nicht lösen. Die Energieeffizienz der landwirtschaftlichen Produktion muß auf den Prüfstand!
> Literatur

Der Einsatz von Biogas-Gülle, die schneller pflanzenverfügbar ist als herkömmliche Gülle und zudem kohlenstoffreduziert, ( > Literatur ) wird auch für (vor allem viehlose) Betriebe des ökologischen Landbaus von einigen Publikationen begrüßt . Ein vermehrter Einsatz wäre aber gerade hier unter Bodenschutz-Aspekten besonders kritisch zu sehen, weil die schnelle Pflanzenverfügbarkeit zwar höhere Ernten hervorbringt, dem bodenfruchtbarkeits-fördernden Prinzip des ökologischen Landbaus - Bodenfütterung statt Pflanzenfütterung - jedoch widerspricht.
> Literatur

Über den Stellenwert der Biogas-Gülle und mögliche negative oder auch positive Wirkungen auf den Boden ist insgesamt zu wenig bekannt. Es gibt bisher nur Hinweise darauf, dass Biogas-Gülle - richtig behandelt - durchaus positive und - falsch behandelt - deutlich negative Wirkungen auf den Boden, die Pflanzen/Futterqualität haben kann
s. > Bodenschutzberatung.
> Literatur

Praxiserfahrungen zeigen, dass die Stabilität des mikrobiologischen Gärprozesses und die Qualität der Gülle sich bei einer Behandlung mit Plocher-Produkten, effektiven Mikroorganismen, Zeolith, BAT-Mineralien oder dem bodenverbesserer "Greengold" verbessern können. Auch positive Auswirkungen auf die Tiergesundheit bei Ausbringung des behandelten Gärsubstrates auf Grünland waren zu beobachten. Hier sind noch große Forschungslücken zu füllen.
In jedem Fall ist auf eine ausgeglichene Humusbilanz zu achten. Diese ist bei einseitigem Mais oder Rapsanbau nicht gewährleistet.


Auch die Bodenbearbeitung ist eine aktuelle Frage im Bodenschutz. Da hilft es nicht, nur die Regenwürmer zu zählen. Diese fühlen sich oft in dichten Böden verblüffend wohl und sind daher allein kein Indikator für ein gesundes Gefüge. Makroporen in ansonsten dichtem Gefüge können aufgrund des schnellen, ungefilterten Abflusses des Sickerwassers eine Grundwassergefährdung darstellen. Die Puffer- und Filterfunktion der Böden ist nur mit einem gesunden unverdichteten Gefüge ausreichend.
> Literatur

Zwischenfruchtbau hat sehr unterschiedliche Wirkungen auf den Boden. Pfalwurzler lockern den Boden kaum auf, während Gemenge - häufig genug angebaut - sogar die Bodenbearbeitung ersetzen können.
> Literatur



Qualitative Analyse der Bodenstruktur

Klarheit, wie es wirklich um den Boden bestellt ist schafft nur eine qualitative Beurteilung des Gefüges selbst. Ist das Gefüge unserer Böden in gutem Zustand, so verringern sich die Symptome der Bödenzerstörung entschieden und es lassen sich enorm hohe Kosten einsparen. Das bedeutet Erhöhung gesellschaftlicher Lebensqualität und landwirtschaftlicher Produktivität bei insgesamt sinkenden Kosten.
Die gute Eignung des Gefüges als sensibler Indikator für die Beurteilung von Bewirtschaftungsmaßnahmen ist wiederholt dokumentiert worden. Es macht also Sinn, der Betrachtung des Bodengefüges mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es stellt einen wichtigen Indikator für eine nachhaltige Landwirtschaft dar.
Dissertation zur Qualitativen Bodenanalyse
Anleitung zur Bodenbeurteilung für Praktiker

Guideline zur Qualitativen Bodenanalyse in Zusammenarbeit mit dem JRC
Für das Projekt SCAPE (Soil Conservation And Protection for Europe) der EU wurde daher von uns eine Guideline zur Qualitativen Bodenanalyse mit der von uns entwickelten qualitativen Gefügebeurteilung erarbeitet, die in Kürze vom Joint Research Centre (JRC) der EU in Ispra, Italien publiziert wird.

Anleitung zur Qualitativen Bodenbeurteilung für Praktiker

Broschüren
... auf Englisch:
Ein von uns erstelltes Toolkit zur Bodenbeurteilung für Praktiker auf englisch wird ebenfalls in Kürze vom Joint Research Centre (JRC) der EU in Ispra, Italien publiziert.

... in deutscher Sprache erscheint diese Anleitung nun schon in der
3. Auflage! Die Anleitung können Sie hier bestellen.


Workshops

Bildergalerie


Analyse und Fortbildung für Iglo-Langnese
Neben vielen anderen Analyse-, Beratungs- und Fortbildungsaufträgen arbeiten wir seit 2001 im Rahmen der "Sustainable Agriculture Initiative" mit Unilever/Iglo-Langnese zusammen. Umfangreiche Untersuchungen zu Bodenqualität, Bodenverdichtung und Erosionsanfälligkeit der Vertragsflächen mit Hilfe der Qualitativen Bodenanalyse wurden durchgeführt. Darüberhinaus finden regelmäßige Workshops mit Landwirten zur Fortbildung in Bodenbeurteilung und im Bodenschutzmanagement statt.
Link: > Broschüre "Growing for the Future"



Der Fach-Arbeitskreis Bodenschutz / Altlasten des BUND hat nach einiger Vorarbeit eine Einschätzung zum Thema „Terra Preta / Biokohle“ erarbeitet. Wir freuen uns zwar über das große Interesse an dem damit verbunden Interesse am Bodenschutz, sehen jedoch erhebliche Probleme in diesem Ansatz: das aktuelle und große Humusdefizit unserer Böden wird dadurch nicht gelöst, da die verkohlte Biomasse keine angemessene Nahrungsquelle für die wichtigen Bodenorganismen darstellt. Darüber hinaus kann Biokohle, vor allem bei unsachgemäßer Herstellung, mit Schadstoffen belastet sein. Die großtechnische Herstellung von Biokohle zerreißt durch diese Auslagerung die Einheit der landwirtschaftlichen Produktion und mindert die innerbetriebliche Wertschöpfung. Die gepriesene Klimawirksamkeit von Biokohle durch Entzug von CO2 aus der Atmosphäre ist wegen der viel zu geringen Mengen fraglich.
Link zur Terra Preta-Einschätzung des BUND




Bei München 2006



Hochwasser



Vertrocknete Ernte



Erosion



Maschinendruck



Verdichtung



Bodenleben
© Amt für Umwelt Kanton Solothurn


Spatendiagnose Münsterland



Spatendiagnose Münsterland



Spatendiagnose Bodensee



Spatendiagnose Mikkeli, Finnland



Mais



Bodenbearbeitung



Makroporen in verdichtetem Boden



Pfahlwurzel



"Garer" Boden



Fahrspuren



Analyse der Bodenoberfläche



Rettich



Biogasanlage



Gülle



energiekonzept








> Biomasseanbau
nachhaltig gestalten












































Strukturanalyse







Bodengesundheit Grafik
 

















 
Analyse
Analyse



LEISTUNGSPROFIL


Qualitative Analyse der Bodenstruktur




Darstellung des Zustands der Flächen in einer Bodenqualitätsmatrix

"gut" = Bodenfunktionen gesichert

"Handlungsbedarf" = Bodenfunktionen gestört


Flächenbewertung



Die Verengung der Fruchtfolgen und der Ersatz von Zwischenfrüchten mit hohem Humusreproduktionspotential durch humuszehrende Energiepflanzen führen zu einem für die Herausforderungen des Klimawandels kontraproduktiven weiteren Humusabbau.

Humusschwund und der damit zusammen hängende Rückgang der biologischen Aktivität verstärken Verdichtung und Erosion und verringern die Infiltrations- und Speicherkapazität für Wasser dies verstärkt die Folgen des Klimawandels - Extremregenfälle, Hochwassergefahr und Dürre - wesentlich.

Um diesen Folgen aktiv zu begegnen müssten unsere landwirtschaftlich genutzten Böden durch ein angepasstes Humusanreicherungsmanagement fit gemacht werden, um die Erntesicherheit zu erhöhen . Da Humus ein wichtiger CO2-Speicher ist, hätte eine solche Maßnahme gleichzeitig eine direkt klimaschützende Wirkung.

Als Indikator für ein nachhaltiges Bodenmanagement mit den Zielen
  • Erosionsschutz,
  • Hochwasserschutz,
  • Vermeidung von Verdichtung,
  • Sicherung der Wasserspeicher- und Filterkapazität,
  • Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit,
  • Stärkung der Pflanzengesundheit und
  • Reduzierung des Dünge- und Pflanzenschutzmittelaufwandes


ist das Bodengefüge ausserordentlich aussagefähig.

Die gute Eignung einer Gefügeuntersuchung für die Beurteilung von Bewirtschaftungsmaßnahmen, die auch im Standpunktpapier des BMVEL (2001) zur Definition der guten fachlichen Praxis im Bodenschutzgesetz gefordert wird, ist wiederholt von renommierten Bodenforschern dokumentiert und benannt worden.

2003 wurde von BESTE - als Teilmethode der "Erweiterten Spatendiagnose" (ESD) - eine standardisierte, wissenschaftlich auswertbare Version der Gefügebonitur vorgestellt, die sich inzwischen in vielen Forschungs- und Beratungsprojekten international bewährt hat.> Literatur

Im Rahmen des EU-Projektes SCAPE wurde zu dieser Methodik die "Guideline for Simple Soil Quality Assessment" von uns erarbeitet.

Eine von uns erstellte Anleitung (Toolkit) zur Bodenbeurteilung für Praktiker auf englisch wird ebenfalls in Kürze vom Joint Research Centre (JRC) der EU in Ispra, Italien publiziert.

In deutscher Sprache können Sie diese Anleitung hier bestellen.


Workshops

Bildergalerie



Qualitative Analyse der Bodenstruktur
... mittels Gefügebonitur


Verdichtete Bodenstruktur  
Verdichtete Bodenstruktur im Profil
(rechts ist oben)
 
Verdichtete Struktur, vergrößert  
Verdichtete Struktur, vergrößert
 
Lockere Bodenstruktur im Profil (rechts ist oben)
 
Lockere Bodenstruktur im Profil
(rechts ist oben)
 
Lockere Bodenstruktur, vergrößert  
Lockere Bodenstruktur, vergrößert






 
Grobporen bei Minimalbodenbearbeitung


Makroporen in kompaktem Gefüge - Filterung und Speicherung gestört



schwammartige Bodenstruktur


Schwammartiges Bodengefüge - Filterung und Speicherung optimal
 
 











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Gefügebonitur

Für die Gefügebonitur wurde eine auf neuesten Erkenntnissen über die Bodenfunktionen beruhende Merkmalsbeschreibung der Bodenstruktur entwickelt.
siehe Literatur: BESTE, A. 2003
  • Die Bonitur ist Bodenartspezifisch (Ton-, Lehm-, und Sandböden)
  • Die Beurteilung des Gefügezustands erfolgt nicht über die Quantifizierung physikalisch-räumlicher Parameter (z.B. Porenanzahl und -größe, Anzahl Regenwurmröhren), sondern über das Abweichen des Ist-Zustandes vom Soll-Zustand. Dies lässt eine schnellere Einordnung zu als einzelne Werte.
  • Merkmalsvorgaben vereinfachen die Einordnung zu oder zwischen Optimal- und Negativzuständen und erleichtern die Entscheidung auch bei geringer fachlicher Vorbildung.
  • Der Soll-Zustand (jeweils die Note 5) legt den Schwerpunkt auf morphologische Merkmale, die eine möglichst hohe biologische Aktivität und eine gute Regelungsfunktion signalisieren
  • Die nach Horizonten gegliederte und qualitativ differenzierte Maßstabsskala berücksichtigt die natürliche Bodenschichtung sowie charakteristische Lebensräume von Bodenbiozönosen und ihre Beeinflussung durch die Nutzung (v.a. Bodenbearbeitung).

Gefügebeurteilung besonders wichtig bei Minimalbodenbearbeitung.

Die Minimalbodenbearbeitung - je nach Eingriffsminimierung auch konservierende Bodenbearbeitung oder Direktsaat genannt - ist definiert als "Bestellung ohne jegliche Bodenbearbeitung seit der vorangegangenen Ernte. Scheibenmaschinen öffnen Säschlitze, in die das Saatgut abgelegt wird. Anschließend wird dieses mit Boden bedeckt. Die Unkrautkontrolle geschieht hauptsächlich chemisch" (PHILLIPS/PHILLIPS 1984). Diese Technik wird häufig als Mittel gegen Bodenerosion und -verdichtung empfohlen, birgt jedoch eine zum Teil starke Erhöhung des Unkraut- sowie des Krankheits- und Schädlingsdrucks.

Die bei Minimalbodenbearbeitung häufig als vorteilhaft angeführte große Anzahl an vertikalen Makroporen, die durch Regenwürmer erzeugt werden, erhöht zwar die Wasseraufnahmekapazität, geht jedoch fast immer mit kompaktem Gefüge und erhöhter Lagerungsdichte beziehungsweise erhöhtem Eindringwiderstand einher.

Dies birgt die Gefahr des schnellen und kaum gefilterten Eindringens des Sickerwassers ins Grundwasser, was bei Minimalbodenbearbeitung vor allem aufgrund des höheren Fungizid- und Herbizideinsatzes problematisch sein kann.
Die Speicher- und Filterfunktion, die eng mit der Verweildauer des Sickerwassers im Boden zusammenhängt (Wasserhaltekapazität zum Beispiel bei Trockenheit), ist im Vergleich zum Wasserhaltevermögen eines porösen, krümelig-schwammartigen Bodens deutlich reduziert (s. Abbildungen).
Die bessere Befahrbarkeit und hohe Wasserstabilität, die häufig gemessen wird, ist ebenfalls kritisch zu sehen. Die Wasserstabilität allein sagt noch nichts über eine gesunde Bodenstruktur aus, da auch verdichtete Aggregate sehr wasserstabil sein können.
Um die Gewährleistung der Filter- und Regelungsfunktion zu beurteilen bedarf es grundsätzlich qualitativer Gefügeuntersuchungen, die in den meisten Dauerversuchen bisher fehlen.

Workshops

Bildergalerie






Analyse
Analyse



Qualitative Analyse der Bodenstruktur
... mittels Aggregatstabilitätstest




Aggregattypen

"Krümeliges" Aggregat  
Krümel (3-5 mm) in 8-facher Vergrößerung,
poröse Schwammstruktur


 
Krümel, 20-fach vergrößert  
Krümel in 20-facher Vergrößerung -
viele Hohlräume und Poren sind zu erkennen.
Hier haben Bodenorganismen Lebens-"räume"

 
Polyeder 8-fach vergrößert
 
Polyeder (3-5 mm) in 8-facher Vergrößerung.
Verdichtet! Wie Beton.

 
Polyeder, 20-fach vergrößert  
Polyeder in 20-facher Vergrößerung - keine Poren sind zu erkennen. Kaum Stoffwechsel möglich.
 
 
 
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VerschlämmungstestAggregatstabilitätstest für sandige Böden

Der Verschlämmungstest der Aggregatstabilität wurde durch die Entwicklung einer Zerfallsbonitur mit Zerfallsbildern (bei Ton- und Sandböden: 4, siehe oben, bei Lehmböden 7) standardisiert.

siehe Literatur: BESTE, A. 2003

Verschlämmungstest

Die Haupt-zerfallsstufen 0, 1 und 2 werden dabei zur Berechnung der Aggregatstabilität in Prozent herangezogen.
Größtmögliche Stabilität: 40 x 2 = 80 = 100%

Im Vergleich zu den heute überwiegend durchgeführten Methoden der Aggregatstabilitätsmessung (Naßsiebung DE LEENHEEER/DE BOODT 1954, KEMPER/ROSENAU 1986, SCHLICHTING /BLUME 1995; Perkolationsmethode SEKERA/BRUNNER 1943, BECHER/KAINZ 1983), die aufwendige Versuchsapparaturen und eine intensive Probenvorbehandlung voraussetzen,
bietet die "Schälchenmethode" mit Zerfallsbonitur folgende Vorteile:
  • Geringe Probenbehandlung
  • Einfachheit in der Anwendung
  • Unmittelbare Begreifbarkeit bei der Ergebnisvermittlung
  • Geringerer Zeitbedarf
 
 
Bodenschutz

Analyse
Analyse


Schnelle Analyse von Pflugsohlen
für die Überprüfung der guten landwirtschaftlichen Praxis
... mittels Penetrometer


Kurve Pflugsohle  
Kurve des Eindringwiderstands mit Pflugsohle

 
Penetrometer  
Penetrometersonde


 
Verdichtete Struktur, vergrößert  
Dichtes Gefüge eines sandig-tonigen Lehms
in der Krume (0-30 cm)


 
Eindringwiderstand toniger Boden  
Die Kurve des Eindrungwiderstands gibt bei diesem Boden das Ausmaß der inneren Strukturverdichtung nicht annähernd so klar wieder,wie die Betrachtung des Gefüges  
 
 
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Kurve Wiese  
Kurve des Eindringwidesrtands unter Wiese

 
Pflugsohlen sind eine besondere Form der Bodenverdichtung. Sie beginnen oft schon im Bereich des Bearbeitungsprofils und zeichnen sich durch eine deutlich dichtere Lagerung aus als der Unterboden. Sie liegen daher wie ein Riegel zwischen weniger dichter Krume und dem Unterboden.

Schon vor mehr als 150 Jahren wurde von THAER (1833) auf das Phänomen der Pflugsohle hingewiesen und als Ursache eine immer gleiche Pflugtiefe angesehen, was heute noch zutrifft. Hinzu kommt der Raddruck der größer werdenden Schlepper und Pflugrahmen, das in der Furche laufende Schlepperrad und die Bearbeitung bei zu feuchten Bodenverhältnissen.

Durch die Abnahme von organischem Material und den Rückgang der Bodentiere und Mikroorganismen ist die Anfälligkeit der Krume für innere Erosion stark gesteigert und trägt durch Ausschwemmung von feinen Bodenteilchen in die Tiefe zusätzlich zur Verdichtung bei.

Pflugsohlen wirken für jeden stärkeren Niederschlag und bei Beregnung als Stau. Dadurch trocknet die Krume langsamer ab, wird schlechter durchlüftet und die negativen Folgen der Verdichtung werden weiter verstärkt. Das Wurzelwachstum wir durch die Pflugsohle direkt und indirekt gehemmt sowie das Nährstoffreservoir und das Wasserreservoir geschmälert.

Zur Abbildung von Pflugsohlen ist die Messung des Eindringwiderstands ein adäquates Mittel, da damit Lage, Mächtigkeit und Ausmaß der Verdichtung relativ zur Krume schnell darzustellen ist.

Zur Überprüfung der Bodenstruktur in der Krume eignet sich diese Methodik nicht. Bei Lehm und Tonböden vermittelt der geringe Widerstand der Sonde den Eindruck geringer Verdichtung und verschleiert dadurch zum Teil massive Verdichtungen der Bodenstruktur (siehe Abbildungen links).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
   




Beratung
Beratung


Bodenschutzberatung
Böden fit machen für den Klimawandel.
Erhaltung der Flächen in einem guten ökologischen Zustand.


Workshops

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Bodenschutz Beratung









Bodenprofil

 
Voller Einsatz!

 
Beraterfortbildung in Finnland

 
Bodenbearbeitung Grubber

 
Bodenbearbeitung Pflug  
 
 
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- Erhöhung der Wasserspeicher-
und Filterkapazität

- Bodenbeurteilung

- Bodenfruchtbarkeit

- Bodenbearbeitung

- Bodenerosion

- Bodenveridchtung





- Gründüngung

- Wurzelbilder

- Feldbegehungen

- Fruchtfolgeplanungen


- Humusbilanzierung

- Humusqualität

- Einsatz von
Bodenverbesserern (Effektive Mikroorganismen, Zeolith, BAT-Mineralien, Greengold)
 



Beispiel: Bodenbeurteilung

Die Verengung der Fruchtfolgen und der Ersatz von Zwischenfrüchten mit hohem Humusreproduktionspotential durch humuszehrende Energiepflanzen führen zu einem für die Herausforderungen des Klimawandels kontraproduktiven weiteren Humusabbau.
Humusschwund und der damit zusammen hängende Rückgang der biologischen Aktivität verstärken Verdichtung und Erosion und verringern die Infiltrations- und Speicherkapazität für Wasser dies verstärkt die Folgen des Klimawandels - Extremregenfälle, Hochwassergefahr und Dürre - wesentlich.
Um diesen Folgen aktiv zu begegnen müssten unsere landwirtschaftlich genutzten Böden durch ein angepasstes Humusanreicherungsmanagement fit gemacht werden, um die Erntesicherheit zu erhöhen . Da Humus ein wichtiger CO2-Speicher ist, hätte eine solche Maßnahme gleichzeitig eine direkt klimaschützende Wirkung.

Für eine Beurteilung der ökologischen Funktionsfähigkeit sowie der Belastbarkeit von Böden stehen viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Wasserkreislauf, zur natürlichen und unterstützten Nährstoffversorgung, zur Bodenstruktur und zur Belebtheit des Bodens zur Auswahl.

Je nach Fragestellung können sie wichtige Informationen liefern. Sie sind aber zum Teil sehr aufwendig und abhängig von teuren Laborgeräten.

Bodenuntersuchung

Den unmittelbarsten Eindruck vom Zustand eines Bodens gibt nach wie vor die direkte Betrachtung des Bodengefügezustandes. Wichtige andere, auf unterschiedliche Art messbare Parameter, wie Wasserhaushalt, Nährstoffweitergabe und Stabilität sowie Humusqualität hängen eng mit dem Zustand des Gefüges zusammen.

Für eine einfache und schnelle Bewertung des Bodenzustands und für die Ausrichtung zukünftiger Maßnahmen des Bodenmanagements sind Richtwerte wichtig, d.h. es werden Sollwerte (positive, anzustrebende) und Belastungswerte (negative, zu vermeidende) Werte benötigt.

Die von uns entwickelte Gefügebonitur liefert Soll- und Belastungswerte und vereinfacht damit sowohl die Analyse als auch die Bewertung erheblich. Kombiniert mit dem - ebenfalls ohne großen technischen Aufwand selbst durchführbaren - Test der Aggregatstabilität, erlangt man umfassende, aussagekräftige Informationen über den Zustand des Bodengefüges und der Bodenfunktionen.

Die Entscheidung, welche Maßnahmen des Gefügeaufbaus gewählt werden können, um die Bodenfunktionen zu erhalten oder zu verbessern wird erleichtert.

Der Erfolg der Maßnahmen lässt sich immer wieder direkt und selbständig durch die schnelle Untersuchung des aktuellen Bodenzustands überprüfen.

> Kein hoher technischer Aufwand!
> Keine umständliche Probenahme!
> Keine externe Untersuchung!
> Keine Analysekosten!

Workshops

Bildergalerie

Die Broschüre: Anleitung für Praktiker zur qualitativen Bodenanalyse liefert eine genaue einfache Beschreibung der Vorgehensweise mit Werkzeugliste und Boniturbögen. Auf der beiliegenden CD-Rom sind interpretationshilfen und Beispielbilder, die die selbständige Analyse erleichtern und wertvolle Hinweise geben.



Die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Methode liefert statistisch auswertbares Datenmaterial über den qualitativen ökologischen Bodenzustand.

> Literatur
> Analyse

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

   




Fortbildung

Fortbildung



Fachfortbildung im Bodenschutz

Erhaltung der Flächen in einem guten ökologischen Zustand nach Cross Compliance
...und mehr

Beispiele



Bodenleben 
© Amt für Umwelt Kanton Solothurn
 
- Bodenökologie

- Bodenbeurteilung

- Bodenfruchtbarkeit

- Bodenbearbeitung

- Bodenerosion

- Bodenverdichtung

- Gründüngung

- Feldbegehungen

- Fruchtfolgeplanungen


- Humusbilanzierung

- Humusqualität
 

 




Zum Beispiel Sandböden:



Umweltauswirkungen der Bodendegradation



? ...Wie kann der Praktiker seine Flächen in einem guten ökologischen Zustand halten?

? ...Bei welchen Fruchtfolgen stimmt die Humusbilanz?

? ...Warum verdichten Sandböden stärker als andere Böden?

? ...Warum ist die Puffer- und Filterfunktion unserer Böden oft gestört?

? ...Was hat das mit Hochwasser zu tun?

? ...Wie können alle Bodenfunktionen in der Bewirtschaftung nachhaltig unterstützt und gefördert werden?

Die Beeinflussung der Bodenfunktionen durch die Bewirtschaftung sowie die Zusammenhänge zwischen Bodenfunktionen und Landschaftshaushalt werden in unseren Seminaren anschaulich vermittelt.

Gerne gehen wir mit unserem Seminarkonzept auf Ihre Wünsche ein.

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