|
|
  |
BODENSCHUTZ
|
|
 |
| Unser Bodenschutzangebot als
Faltblatt |
|
|
 |
STICHWORTREGISTER
Klimawandel und
Bodenschutz
CO2-Bindung in
Böden
Erosion
Bodenverdichtung
Hochwasser
Gewässerqualität
Organische
Substanz
Bodenleben
Humusversorgung
Bodenfunktionen
Bodenschutzgesetz
"Gute landwirtschaftliche Praxis"
Bodenindikatoren
Nachwachsende Rohstoffe und Bodenschutz
Biogas
Regenwürmer
Bodenbearbeitung
Zwischenfruchtbau
Qualitative Bodenanalyse
Vorliegende Klimaprognosen machen deutlich, daß es in
Mitteleuropa in den kommenden Jahren vermehrt zu Stürmen und heftigen
Regengüssen sowie zu länger anhaltenden unverhofften Dürren
kommen wird. Einerseits sind Überschwemmungen zu erwarten, andererseits
ist mit knapper werdendem Grund- und Trinkwasservorräten zu rechnen. Wenn
nichts getan wird, sind Sicherheit und Qualität der Ernten unter
Umständen in dramatischer Weise gefährdet
> Literatur.
Sowohl die Wasseraufnahmekapazität der
Böden bei Starkregenereignissen ist im Hinblick auf Erosion und
Hochwassergefahr zu verbessern, als auch die Wasserfilter- und
-speicherkapazität in Dürrezeiten - für Pflanzenproduktion und
Trinkwasserbereitstellung. Schon in den Jahren 2003 und 2006 machten viele
Praktiker die Erfahrung, daß gut strukturierte Böden mit
ausreichendem Humusgehalt für jedes der hier genannten Extreme besser
gewappnet sind.
> Literatur
Es werden hohe Investitionen in
Klimaschutz, Hochwasserschutz, Erosionsschutz, und eine aufwendige
Wasseraufbereitung getätigt.
Viel wichtiger
wäre es aber zur Zukunftssicherung und besonders im Hinblick auf den
Klimawandel, den Humusgehalt der Böden zu erhöhen und damit die
verminderte Wasseraufnahme-, Speicher- und Filterfähigkeit - also die
gestörten Bodenfunktionen - unserer land- und forstwirtschaftlich
genutzten Böden zu behandeln.
>
Literatur
Ein sinnvolles
Humusmanagement beinhaltet darüber hinaus eine Erhöhung der CO2-Bindung in unseren Böden. Die Erhöhung des
Humusgehaltes eines Bodens um 1 % entspricht der Festlegung von etwa 70t pro
Hektar CO2 (nach Berechnungen der TU Freising).
> Literatur
s. auch Netzwerk
Klima-Management-Chiemgau
Die Produktion
eigener Dünge- und Futtermittel über die N-Fixierung von Leguminosen
sowie die Verminderung des Kraftstoffbedarfs bei der Bodenbearbeitung (bzw. des
Bedarfs an Grundbodenbearbeitung überhaupt) durch die Nutzung der
Wurzellockerung mit Zwischenfruchtgemengen beinhalten ebenfalls ein
großes Energiesparpotential.
Zusätzlich verbessern diese Maßnahmen noch Humusgehalt,
Bodenstruktur, Nährstoffaustauschkapazität, Wasserhaushalt und
Artenvielfalt im landwirtschaftlichen System . Mit der Vollweide (von März
bis November) als System kann ebenfalls erheblich Energie für
Futterbereitstellung und Düngung gespart werden. In diesem Zusammenhang
ist es noch immer eine offene Frage, ob in der Landwirtschaft mit
flächendeckendem ökologischem Landbau (durchschnittlich 60% weniger
Energieverbrauch bei höherer Humusreproduktion ) nicht eventuell mehr
Energie/CO2 eingespart werden könnte, als mit Biogasanlagen etc. erzeugt
werden kann. Forschungen des Rodale Institutes zeigen, daß
ökologisch bewirtschaftete Böden bis zu 30 % mehr CO2 binden können als konventionell bewirtschaftete. Die TU
Freising kommt zu ähnlichen Ergebnissen.
Can organic farming fight
climate change? Research from the Rodale Institute shows that
sustainably-farmed soil absorbs 30% more carbon than conventional agriculture,
and switching our farmland to organic would cut greenhouse emissions by 10% in
the US (20% in Canada and most of the rest of the world). For a concise
explanation of how organic farming could be a major tool in the fight against
climate change check out the 10 minute online video "SOIL: The Secret Solution
to Global Warming," featuring Canadian farmer Percy Schmeiser.
> Video Rodale
Institute
Unsere Böden müssen mit
zunehmender Technisierung immer höheren Druckbelastungen stand halten. Das
Befahren mit immer schwereren Ackergeräten verdichtet den Boden. Die
starke Orientierung an marktwirtschaftlichen Terminen führt außerdem
dazu, dass der Acker auch unter ungünstigen Gefügebedingungen
befahren wird.
Die Ursachen für die zunehmende
Bodenverdichtung landwirtschaftlich genutzter Flächen liegen aber nicht
nur im technischen Bereich. In vielen Fällen ist ein stark reduziertes
Bodenleben (v.a. Mikrobiologie) oder der Mangel an organischer Substanz der
Grund für die geringe Fähigkeit des Bodens, nach der mechanischen
Lockerung ein ausgeglichenes Porensystem aufrechterhalten zu können.
Als Folge sind die
ökologischen Bodenfunktionen Lebensraum-, Regelungs- und
Produktionsfunktion heute stark gestört.
> Literatur
Dem Bodenschutz - integriert in eine
nachhaltig umweltverträgliche Landwirtschaft - muss mehr Aufmerksamkeit
geschenkt werden.
>
Literatur
Für die effektive Praktizierung einer "guten
landwirtschaftlichen Praxis" im Bodenmanagement müssen wir aber den
Zustand der Bodenfunktionen kennen. Das geht laut Standpunktpapier des BMVEL
(2001) am besten mit einer Gefügeuntersuchung. Wir
müssen wissen, wie wir die Bodenqualität in der Praxis nachhaltig
positiv unterstützen können als Voraussetzung für die Erhaltung
der Bodenfunktionen und eine nachhaltig produktive Landwirtschaft.
>
Literatur
Bodenindikatoren sollen vor allem dazu
dienen, die Nachhaltigkeit des Umgangs mit der Ressource Boden zu analysieren
und zu bewerten. Im Zuge der Diskussion darüber zeigt sich immer wieder,
dass die Definitionen und Auffassungen verschiedener Fachdisziplinen
hinsichtlich der Bodenindikatoren vielfältig und unterschiedlich sind. Je
nach Zielwert der Untersuchung sind unterschiedliche Indikatoren auch
notwendig. Hauptaugenmerk
im Hinblick auf die Symptome der Bodenzerstörung wie Erosion, Hochwasser,
Verdichtung, Gefährdung der Grund- und
Oberflächengewässerqualität, sollte auf dem Zustand des
Bodengefüges liegen.
Wasserhaushalt, Humusgehalt,
Organismentätigkeit und -vielfalt stehen mit ihm in komplexer
Wechselbeziehung - und damit die Grund- und
Oberflächengewässerqualität, die Hochwassergefährdung, die
Erosionsgefährdung, die Befahrbarkeit sowie die Pflanzenernährung und
Ertragsbildung.
>
Literatur
Ist die Humusversorgung ausreichend?
Diese Frage steht gerade seit der Zunahme des Biomasseanbaus
für die Biogas- und Treibstoffnutzung immer mehr zur Diskussion.
> Literatur (s. auch
unser Themenmodul "Bio"- Energie?).
Beim Anbau von Mais oder Raps in engen
Fruchtfolgen zur Biogasgewinnung oder Biodiesel-Produktion ist mit einem
Nachlassen der Humusproduktion zu rechnen.
> Literatur
Darüber hinaus kann ein
energieintensiver Anbau von Energiepflanzen das Klimaproblem nicht lösen.
Die Energieeffizienz der landwirtschaftlichen Produktion muß auf den
Prüfstand!
> Literatur
Der
Einsatz von Biogas-Gülle, die schneller pflanzenverfügbar ist als
herkömmliche Gülle und zudem kohlenstoffreduziert,
( > Literatur )
wird auch für (vor allem viehlose) Betriebe des ökologischen Landbaus
von einigen Publikationen begrüßt . Ein vermehrter Einsatz wäre
aber gerade hier unter Bodenschutz-Aspekten besonders kritisch zu sehen, weil
die schnelle Pflanzenverfügbarkeit zwar höhere Ernten hervorbringt,
dem bodenfruchtbarkeits-fördernden Prinzip des ökologischen Landbaus
- Bodenfütterung statt Pflanzenfütterung - jedoch widerspricht.
> Literatur
Über den Stellenwert der Biogas-Gülle und mögliche
negative oder auch positive Wirkungen auf den Boden ist insgesamt zu wenig
bekannt. Es gibt bisher nur Hinweise darauf, dass Biogas-Gülle - richtig
behandelt - durchaus positive und - falsch behandelt - deutlich negative
Wirkungen auf den Boden, die Pflanzen/Futterqualität haben kann
s.
> Bodenschutzberatung.
>
Literatur
Praxiserfahrungen zeigen, dass
die Stabilität des mikrobiologischen Gärprozesses und die
Qualität der Gülle sich bei einer Behandlung mit Plocher-Produkten,
effektiven Mikroorganismen, Zeolith, BAT-Mineralien oder dem bodenverbesserer
"Greengold" verbessern können. Auch positive Auswirkungen auf die
Tiergesundheit bei Ausbringung des behandelten Gärsubstrates auf
Grünland waren zu beobachten. Hier sind noch große
Forschungslücken zu füllen.
In jedem
Fall ist auf eine ausgeglichene Humusbilanz zu achten. Diese ist bei
einseitigem Mais oder Rapsanbau nicht gewährleistet.
Auch die Bodenbearbeitung ist eine aktuelle Frage im Bodenschutz.
Da hilft es nicht, nur die Regenwürmer zu zählen. Diese fühlen
sich oft in dichten Böden verblüffend wohl und sind daher allein kein
Indikator für ein gesundes Gefüge. Makroporen in ansonsten dichtem
Gefüge können aufgrund des schnellen, ungefilterten Abflusses des
Sickerwassers eine Grundwassergefährdung darstellen. Die Puffer- und
Filterfunktion der Böden ist nur mit einem gesunden unverdichteten
Gefüge ausreichend.
>
Literatur
Zwischenfruchtbau hat sehr unterschiedliche Wirkungen auf den
Boden. Pfalwurzler lockern den Boden kaum auf, während Gemenge -
häufig genug angebaut - sogar die Bodenbearbeitung ersetzen können.
> Literatur
Qualitative
Analyse der Bodenstruktur
Klarheit,
wie es wirklich um den Boden bestellt ist schafft nur eine
qualitative Beurteilung des Gefüges
selbst. Ist
das Gefüge unserer Böden in gutem Zustand, so verringern sich die
Symptome der Bödenzerstörung entschieden und es lassen sich enorm
hohe Kosten einsparen. Das bedeutet Erhöhung gesellschaftlicher
Lebensqualität und landwirtschaftlicher Produktivität bei insgesamt
sinkenden Kosten.
Die gute Eignung des Gefüges als sensibler
Indikator für die Beurteilung von Bewirtschaftungsmaßnahmen ist
wiederholt dokumentiert worden. Es macht also Sinn, der Betrachtung des
Bodengefüges mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es stellt einen wichtigen
Indikator für eine nachhaltige Landwirtschaft dar.
Dissertation
zur Qualitativen Bodenanalyse
Anleitung zur
Bodenbeurteilung für Praktiker
Guideline zur Qualitativen Bodenanalyse in Zusammenarbeit mit
dem JRC
Für das Projekt SCAPE (Soil
Conservation And Protection for Europe) der EU wurde daher von uns eine
Guideline zur Qualitativen
Bodenanalyse mit der von uns entwickelten qualitativen
Gefügebeurteilung erarbeitet, die in Kürze vom
Joint Research Centre (JRC) der EU in
Ispra, Italien publiziert wird.
Anleitung zur Qualitativen Bodenbeurteilung
für Praktiker
Broschüren
... auf
Englisch:
Ein von uns erstelltes Toolkit zur Bodenbeurteilung
für Praktiker auf englisch wird ebenfalls in Kürze vom
Joint Research Centre (JRC) der EU in Ispra, Italien publiziert.
... in deutscher Sprache erscheint
diese Anleitung nun schon in der
3.
Auflage! Die Anleitung können Sie
hier bestellen.
Workshops
Bildergalerie
Analyse und Fortbildung für
Iglo-Langnese
Neben vielen anderen Analyse-,
Beratungs- und Fortbildungsaufträgen arbeiten wir seit 2001 im Rahmen der
"Sustainable Agriculture Initiative" mit
Unilever/Iglo-Langnese zusammen. Umfangreiche Untersuchungen zu
Bodenqualität, Bodenverdichtung und Erosionsanfälligkeit der
Vertragsflächen mit Hilfe der Qualitativen Bodenanalyse wurden
durchgeführt. Darüberhinaus finden regelmäßige
Workshops mit Landwirten zur Fortbildung in
Bodenbeurteilung und im Bodenschutzmanagement statt.
Link: >
Broschüre "Growing for the
Future" |
|







© Amt für Umwelt Kanton Solothurn















> Biomasseanbau
nachhaltig
gestalten


|
|
|
|

Analyse
LEISTUNGSPROFIL
Qualitative Analyse der
Bodenstruktur
Darstellung des Zustands der
Flächen in einer Bodenqualitätsmatrix
"gut" = Bodenfunktionen gesichert
"Handlungsbedarf" = Bodenfunktionen
gestört

Die Verengung der
Fruchtfolgen und der Ersatz von Zwischenfrüchten mit hohem
Humusreproduktionspotential durch humuszehrende Energiepflanzen führen zu
einem für die Herausforderungen des Klimawandels kontraproduktiven
weiteren Humusabbau.
Humusschwund und der damit zusammen hängende Rückgang
der biologischen Aktivität verstärken Verdichtung und Erosion und
verringern die Infiltrations- und Speicherkapazität für Wasser dies
verstärkt die Folgen des Klimawandels - Extremregenfälle,
Hochwassergefahr und Dürre - wesentlich.
Um diesen Folgen aktiv zu begegnen
müssten unsere landwirtschaftlich genutzten Böden durch ein
angepasstes Humusanreicherungsmanagement fit gemacht werden, um die
Erntesicherheit zu erhöhen . Da Humus ein wichtiger CO2-Speicher ist,
hätte eine solche Maßnahme gleichzeitig eine direkt
klimaschützende Wirkung.
Als Indikator für ein nachhaltiges Bodenmanagement mit den
Zielen
- Vermeidung von
Verdichtung,
- Sicherung der
Wasserspeicher- und Filterkapazität,
- Erhöhung der
Bodenfruchtbarkeit,
- Stärkung der
Pflanzengesundheit und
- Reduzierung des Dünge-
und Pflanzenschutzmittelaufwandes
ist das
Bodengefüge ausserordentlich aussagefähig.
Die gute Eignung einer
Gefügeuntersuchung für die Beurteilung von
Bewirtschaftungsmaßnahmen, die auch im Standpunktpapier des BMVEL (2001)
zur Definition der guten fachlichen Praxis im Bodenschutzgesetz gefordert wird,
ist wiederholt von renommierten Bodenforschern dokumentiert und benannt worden.
2003 wurde von
BESTE - als Teilmethode der "Erweiterten Spatendiagnose" (ESD) - eine
standardisierte, wissenschaftlich auswertbare Version der Gefügebonitur
vorgestellt, die sich inzwischen in vielen Forschungs- und Beratungsprojekten
international bewährt hat.>
Literatur
Im Rahmen des EU-Projektes SCAPE
wurde zu dieser Methodik die "Guideline for Simple Soil Quality
Assessment" von uns erarbeitet.
Eine von uns erstellte Anleitung (Toolkit) zur
Bodenbeurteilung für Praktiker auf englisch wird ebenfalls
in Kürze vom Joint Research Centre (JRC) der EU in Ispra, Italien
publiziert.
In deutscher Sprache
können Sie diese Anleitung hier
bestellen.
Workshops
Bildergalerie
Qualitative Analyse der Bodenstruktur
... mittels
Gefügebonitur
 |
|
Verdichtete Bodenstruktur im Profil
(rechts ist oben)
|
|
 |
|
Verdichtete Struktur, vergrößert
|
|

|
|
Lockere Bodenstruktur im Profil
(rechts ist oben)
|
|
 |
|
Lockere Bodenstruktur,
vergrößert
|
|

|
|
Makroporen in kompaktem Gefüge - Filterung und Speicherung
gestört
|
|

|
|
Schwammartiges Bodengefüge - Filterung und Speicherung
optimal
|
|
|
|
> zum
Seitenanfang |
|
|

Für die
Gefügebonitur wurde eine auf neuesten Erkenntnissen über die
Bodenfunktionen beruhende Merkmalsbeschreibung der Bodenstruktur entwickelt.
siehe Literatur: BESTE, A.
2003
- Die Bonitur ist
Bodenartspezifisch (Ton-, Lehm-, und Sandböden)
- Die Beurteilung des
Gefügezustands erfolgt nicht über die Quantifizierung
physikalisch-räumlicher Parameter (z.B. Porenanzahl und -größe,
Anzahl Regenwurmröhren), sondern über das Abweichen des Ist-Zustandes
vom Soll-Zustand. Dies lässt eine schnellere Einordnung zu als einzelne
Werte.
- Merkmalsvorgaben
vereinfachen die Einordnung zu oder zwischen Optimal- und Negativzuständen
und erleichtern die Entscheidung auch bei geringer fachlicher Vorbildung.
- Der Soll-Zustand
(jeweils die Note 5) legt den Schwerpunkt auf morphologische Merkmale, die eine
möglichst hohe biologische Aktivität und eine gute Regelungsfunktion
signalisieren
- Die nach Horizonten
gegliederte und qualitativ differenzierte Maßstabsskala
berücksichtigt die natürliche Bodenschichtung sowie charakteristische
Lebensräume von Bodenbiozönosen und ihre Beeinflussung durch die
Nutzung (v.a. Bodenbearbeitung).
Gefügebeurteilung besonders wichtig bei
Minimalbodenbearbeitung.
Die Minimalbodenbearbeitung - je
nach Eingriffsminimierung auch konservierende Bodenbearbeitung oder Direktsaat
genannt - ist definiert als "Bestellung ohne jegliche Bodenbearbeitung seit der
vorangegangenen Ernte. Scheibenmaschinen öffnen Säschlitze, in die
das Saatgut abgelegt wird. Anschließend wird dieses mit Boden bedeckt.
Die Unkrautkontrolle geschieht hauptsächlich chemisch" (PHILLIPS/PHILLIPS
1984). Diese Technik wird häufig als Mittel gegen Bodenerosion und
-verdichtung empfohlen, birgt jedoch eine zum Teil starke Erhöhung des
Unkraut- sowie des Krankheits- und Schädlingsdrucks.
Die bei Minimalbodenbearbeitung häufig als vorteilhaft
angeführte große Anzahl an vertikalen Makroporen, die durch
Regenwürmer erzeugt werden, erhöht zwar die
Wasseraufnahmekapazität, geht jedoch fast immer mit kompaktem Gefüge
und erhöhter Lagerungsdichte beziehungsweise erhöhtem
Eindringwiderstand einher.
Dies birgt die Gefahr des schnellen und kaum gefilterten
Eindringens des Sickerwassers ins Grundwasser, was bei Minimalbodenbearbeitung
vor allem aufgrund des höheren Fungizid- und Herbizideinsatzes
problematisch sein kann.
Die Speicher- und
Filterfunktion, die eng mit der Verweildauer des Sickerwassers im Boden
zusammenhängt (Wasserhaltekapazität zum Beispiel bei Trockenheit),
ist im Vergleich zum Wasserhaltevermögen eines porösen,
krümelig-schwammartigen Bodens deutlich reduziert (s. Abbildungen).
Die bessere Befahrbarkeit und hohe
Wasserstabilität, die häufig gemessen wird, ist ebenfalls kritisch zu
sehen. Die Wasserstabilität allein sagt noch nichts über eine gesunde
Bodenstruktur aus, da auch verdichtete Aggregate sehr wasserstabil sein
können.
Um die Gewährleistung der
Filter- und Regelungsfunktion zu beurteilen bedarf es grundsätzlich
qualitativer Gefügeuntersuchungen, die in den meisten Dauerversuchen
bisher fehlen.
Workshops
Bildergalerie |

Analyse
Qualitative Analyse der Bodenstruktur
... mittels
Aggregatstabilitätstest
Aggregattypen
 |
|
Krümel (3-5 mm) in 8-facher
Vergrößerung,
poröse Schwammstruktur
|
|
 |
|
Krümel in 20-facher Vergrößerung
-
viele Hohlräume und Poren
sind zu erkennen.
Hier haben
Bodenorganismen Lebens-"räume"
|
|

|
|
Polyeder (3-5 mm) in 8-facher
Vergrößerung.
Verdichtet! Wie Beton.
|
|
 |
|
Polyeder in 20-facher Vergrößerung - keine
Poren sind zu erkennen. Kaum Stoffwechsel möglich.
|
|
|
|
|
|
| > zum
Seitenanfang |
|
|
|
|
Verschlämmungstest
Der Verschlämmungstest
der Aggregatstabilität wurde durch die Entwicklung einer Zerfallsbonitur
mit Zerfallsbildern (bei Ton- und Sandböden: 4, siehe oben, bei
Lehmböden 7) standardisiert.
siehe
Literatur: BESTE, A. 2003

Die Haupt-zerfallsstufen 0, 1 und 2
werden dabei zur Berechnung der Aggregatstabilität in Prozent
herangezogen.
Größtmögliche
Stabilität: 40 x 2 = 80 = 100%
Im Vergleich zu den heute
überwiegend durchgeführten Methoden der
Aggregatstabilitätsmessung (Naßsiebung DE
LEENHEEER/DE BOODT 1954, KEMPER/ROSENAU 1986, SCHLICHTING /BLUME 1995;
Perkolationsmethode SEKERA/BRUNNER 1943, BECHER/KAINZ
1983), die aufwendige Versuchsapparaturen und
eine intensive Probenvorbehandlung voraussetzen,
bietet die "Schälchenmethode" mit Zerfallsbonitur folgende
Vorteile:
- Einfachheit in
der Anwendung
- Unmittelbare
Begreifbarkeit bei der Ergebnisvermittlung
|
|
|
|
|
|
|
 |

Analyse
Schnelle Analyse von Pflugsohlen
für die Überprüfung der guten
landwirtschaftlichen Praxis
... mittels
Penetrometer
 |
|
Kurve des Eindringwiderstands mit
Pflugsohle
|
|
 |
|
Penetrometersonde
|
|
 |
|
Dichtes Gefüge eines sandig-tonigen
Lehms
in der Krume (0-30
cm)
|
|
 |
|
| Die Kurve des Eindrungwiderstands gibt bei diesem Boden das Ausmaß der
inneren Strukturverdichtung nicht
annähernd so klar wieder,wie
die Betrachtung des Gefüges |
|
|
|
|
|
| > zum
Seitenanfang |
|
|
|
|
 |
|
Kurve des Eindringwidesrtands unter
Wiese
|
|
Pflugsohlen sind eine besondere Form der
Bodenverdichtung. Sie beginnen oft schon im Bereich des Bearbeitungsprofils und
zeichnen sich durch eine deutlich dichtere Lagerung aus als der Unterboden. Sie
liegen daher wie ein Riegel zwischen weniger dichter Krume und dem Unterboden.
Schon vor mehr als
150 Jahren wurde von THAER (1833) auf das Phänomen der Pflugsohle
hingewiesen und als Ursache eine immer gleiche Pflugtiefe angesehen, was heute
noch zutrifft. Hinzu kommt der Raddruck der größer werdenden
Schlepper und Pflugrahmen, das in der Furche laufende Schlepperrad und die
Bearbeitung bei zu feuchten Bodenverhältnissen.
Durch die Abnahme von organischem Material und den Rückgang
der Bodentiere und Mikroorganismen ist die Anfälligkeit der Krume für
innere Erosion stark gesteigert und trägt durch Ausschwemmung von feinen
Bodenteilchen in die Tiefe zusätzlich zur Verdichtung bei.
Pflugsohlen wirken für jeden
stärkeren Niederschlag und bei Beregnung als Stau. Dadurch trocknet die
Krume langsamer ab, wird schlechter durchlüftet und die negativen Folgen
der Verdichtung werden weiter verstärkt. Das Wurzelwachstum wir durch die
Pflugsohle direkt und indirekt gehemmt sowie das Nährstoffreservoir und
das Wasserreservoir geschmälert.
Zur
Abbildung von Pflugsohlen ist die Messung des Eindringwiderstands ein adäquates Mittel, da
damit Lage, Mächtigkeit und Ausmaß der Verdichtung relativ zur Krume
schnell darzustellen ist.
Zur
Überprüfung der Bodenstruktur in der Krume eignet sich diese Methodik
nicht. Bei Lehm und Tonböden vermittelt der geringe Widerstand der Sonde
den Eindruck geringer Verdichtung und verschleiert dadurch zum Teil massive
Verdichtungen der Bodenstruktur (siehe Abbildungen links). |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|

Beratung
Bodenschutzberatung
Böden fit machen für den Klimawandel.
Erhaltung der Flächen
in einem guten ökologischen Zustand.
Workshops
Bildergalerie

|
-
Erhöhung der Wasserspeicher-
und
Filterkapazität
- Bodenbeurteilung
- Bodenfruchtbarkeit
- Bodenbearbeitung
- Bodenerosion
- Bodenveridchtung
|
-
Gründüngung
-
Wurzelbilder
-
Feldbegehungen
-
Fruchtfolgeplanungen
- Humusbilanzierung
-
Humusqualität
- Einsatz
von
Bodenverbesserern (Effektive Mikroorganismen, Zeolith, BAT-Mineralien,
Greengold) |
|
Beispiel: Bodenbeurteilung
Die Verengung der Fruchtfolgen und der Ersatz von
Zwischenfrüchten mit hohem Humusreproduktionspotential durch humuszehrende
Energiepflanzen führen zu einem für die Herausforderungen des
Klimawandels kontraproduktiven weiteren Humusabbau.
Humusschwund und der damit zusammen hängende Rückgang
der biologischen Aktivität verstärken Verdichtung und Erosion und
verringern die Infiltrations- und Speicherkapazität für Wasser dies
verstärkt die Folgen des Klimawandels - Extremregenfälle,
Hochwassergefahr und Dürre - wesentlich.
Um
diesen Folgen aktiv zu begegnen müssten unsere landwirtschaftlich
genutzten Böden durch ein angepasstes Humusanreicherungsmanagement fit
gemacht werden, um die Erntesicherheit zu erhöhen . Da Humus ein wichtiger
CO2-Speicher ist, hätte eine solche Maßnahme gleichzeitig eine
direkt klimaschützende Wirkung.
Für eine Beurteilung der
ökologischen Funktionsfähigkeit sowie der Belastbarkeit von
Böden stehen viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Wasserkreislauf,
zur natürlichen und unterstützten Nährstoffversorgung, zur
Bodenstruktur und zur Belebtheit des Bodens zur Auswahl.
Je nach Fragestellung können sie wichtige Informationen
liefern. Sie sind aber zum Teil sehr aufwendig und abhängig von teuren
Laborgeräten.

Den unmittelbarsten Eindruck vom Zustand eines Bodens gibt nach
wie vor die direkte Betrachtung des
Bodengefügezustandes. Wichtige andere, auf unterschiedliche Art
messbare Parameter, wie Wasserhaushalt, Nährstoffweitergabe und
Stabilität sowie Humusqualität hängen eng mit dem Zustand des
Gefüges zusammen.
Für eine einfache
und schnelle Bewertung des Bodenzustands und für die Ausrichtung
zukünftiger Maßnahmen des Bodenmanagements sind Richtwerte wichtig,
d.h. es werden Sollwerte (positive, anzustrebende) und Belastungswerte
(negative, zu vermeidende) Werte benötigt.
Die von uns entwickelte
Gefügebonitur liefert Soll- und Belastungswerte und vereinfacht damit
sowohl die Analyse als auch die Bewertung erheblich. Kombiniert mit dem -
ebenfalls ohne großen technischen Aufwand selbst durchführbaren -
Test der Aggregatstabilität, erlangt man umfassende, aussagekräftige
Informationen über den Zustand des Bodengefüges und der
Bodenfunktionen.
Die Entscheidung, welche Maßnahmen des Gefügeaufbaus
gewählt werden können, um die Bodenfunktionen zu erhalten oder zu
verbessern wird erleichtert.
Der Erfolg der Maßnahmen lässt sich immer wieder direkt
und selbständig durch die schnelle Untersuchung des aktuellen
Bodenzustands überprüfen.
> Kein hoher technischer Aufwand!
> Keine umständliche
Probenahme!
> Keine externe
Untersuchung!
> Keine Analysekosten!
Workshops
Bildergalerie
Die
Broschüre: Anleitung für
Praktiker zur qualitativen Bodenanalyse liefert eine genaue einfache
Beschreibung der Vorgehensweise mit Werkzeugliste und Boniturbögen. Auf
der beiliegenden CD-Rom sind interpretationshilfen und Beispielbilder, die die
selbständige Analyse erleichtern und wertvolle Hinweise
geben.
Die
wissenschaftliche Weiterentwicklung der
Methode liefert statistisch auswertbares Datenmaterial über den
qualitativen ökologischen Bodenzustand.
> Literatur
>
Analyse
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|

Fortbildung
Fachfortbildung im Bodenschutz
Erhaltung der Flächen in einem guten
ökologischen Zustand nach Cross Compliance
...und mehr
Beispiele
© Amt für Umwelt Kanton Solothurn |
| |
-
Bodenökologie
-
Bodenbeurteilung
-
Bodenfruchtbarkeit
-
Bodenbearbeitung
-
Bodenerosion
|
-
Bodenverdichtung
-
Gründüngung
-
Feldbegehungen
-
Fruchtfolgeplanungen
- Humusbilanzierung
-
Humusqualität |
|
|
|
|
|
Zum Beispiel
Sandböden:

? ...Wie kann der Praktiker seine Flächen in
einem guten ökologischen Zustand halten?
? ...Bei welchen Fruchtfolgen
stimmt die Humusbilanz?
?
...Warum verdichten Sandböden stärker als andere
Böden?
? ...Warum ist die Puffer- und Filterfunktion unserer Böden oft
gestört?
? ...Was hat das mit Hochwasser zu tun?
? ...Wie können alle
Bodenfunktionen in der Bewirtschaftung nachhaltig unterstützt und
gefördert werden?
Die
Beeinflussung der Bodenfunktionen durch die Bewirtschaftung sowie die
Zusammenhänge zwischen Bodenfunktionen und Landschaftshaushalt werden in
unseren Seminaren anschaulich vermittelt.
Gerne gehen wir mit unserem
Seminarkonzept auf Ihre Wünsche ein.
>
Kontakt
>zur
Umweltbildung
> zum Seitenanfang |
|
|
|